Den Garten frühlingsfit machen – Rosen und Hortensien schneiden

Geht es euch genauso? Kaum leuchten die ersten Sonnenstrahlen, zieht es mich unweigerlich hinaus in den Garten.
Hierbei ist es völlig unerheblich, ob es sich um meinen eigenen Garten, den Garten meiner Mutter oder den einer Freundin handelt. Ich muss einfach hinaus und die ersten Frühlingsarbeiten beginnen.

Heute will ich euch über ein paar Handkniffe berichten, die den Garten gleich viel ansehnlicher machen. Es geht um Helleborus, Gartenrosen und Hortensien.

Helleborus, die Christrose oder Schneerose für das Frühjahr vorbereiten

Vielleicht zeigen eure Helleborus schon die ersten Blüten. Trotzdem stehen bestimmt auch noch viele, leicht vergilbte Blätter aus dem letzten Jahr mit am Strauch.

Helleborus im Topf _kunterbuntes-allerlei_de

Sobald die Blüten und neuen Blätter austreiben, könnt ihr problemlos mit einer handlichen Gartenschere die älteren Blätter von der Pflanze abschneiden und entfernen. Es wird nicht lange dauern und die Helleborus haben wieder ein wunderbar frisches grünes Laub zu ihren Blüten gebildet.
Vergesst nicht, auch das vergilbte trockene Laub rund um die Pflanze etwas zu entfernen, um die Übertragung von Krankheiten zu unterbinden.
Dann gebt ihr rund um jede Pflanze ganz dünn etwas Dünger und zum Schluss sieht ein wenig frischer Mulch drumherum ganz hübsch aus.

Rosen im Frühjahr richtig schneiden

Wie macht man den Rosenschnitt im Frühjahr, damit die Rosen später herrliche Blüten entwickeln und gesund bleiben? Wie kann ich als Anfänger meine Rosen problemlos schneiden, ohne etwas falsch zu machen? Soll man die Rosen lieber im Herbst schneiden oder im Frühjahr?
Falls euch solche Fragen beschäftigen, habe ich eine simple Vorgehensweise für euch, um eure Rosen richtig zu schneiden und in Form zu bringen.

Bei den Rosen würde ich immer empfehlen, im Herbst nur kaputte Äste einzukürzen, jedoch den richtigen Schnitt erst im Frühjahr durchzuführen.
Der richtige Zeitpunkt für den Rosenschnitt im Frühjahr ist, wenn die Tage wieder wärmer sind und kein starker Nachtfrost mehr droht, also ca. Mitte bis Ende März. Jetzt ist also der beste Zeitpunkt! Man kann erkennen, dass die Blattknospen an der Rose anfangen sich rot einzufärben und dicker zu werden, oder vielleicht schon ein klein wenig zu treiben.

Zuerst kürzt ihr die Rosen ganz einfach in Höhe eurer Oberschenkel ein. Einfach krass die Äste auf dieser Höhe abschneiden. Das macht man natürlich nicht bei den wirklich großen Beetrosen oder Rosenhecken, aber bei so einer “stinknormalen” Gartenrose ist das die einfachste Vorgehensweise. Somit müsst ihr nämlich nicht jedes Ästlein einzeln trimmen, sondern fangt auf einer einheitlichen Höhe an und habt oberhalb schon einmal alte Blüten und Blätter weg. Dann könnt ihr euch leichter durcharbeiten.
Danach arbeitet ihr weiter vorwärts. Hierbei versucht ihr, Licht und Luft in die Mitte des Rosenstocks zu bekommen: d.h. in der Mitte sich kreuzende Äste ganz entfernen, tote und abgebrochene Äste abschneiden und kleine dünne Äste stark einkürzen. Wenn ihr einen Ast einkürzt, achtet darauf, möglichst auf eine nach außen gerichtete Knospe zu schneiden, denn in diese Richtung treibt die Rose wieder aus; somit wird das Innere des Rosenstocks luftiger als wenn die Rose in Richtung der Mitte des Stockes austreiben würde.
Ihr solltet auch sämtliche alten trockenen Blätter von der Rose entfernen und auch nicht unter dem Rosenstrauch liegenlassen, um die Verbreitung von Rosenkrankheiten zu unterbinden.

Zu guter Letzt solltet ihr noch ein wenig Rosendünger um die Pflanzen herum streuen, ca. 1 Handvoll je Rose, und mit einem Laubrechen etwas in die Erde einarbeiten.

So vorbereitet werden eure Rosen im Sommer üppig blühen.

Übrigens, falls ihr euch etwas Gutes tun wollt, kauft euch für mehr Freude bei dieser stacheligen Angelegenheit ein paar gute, dornenfeste, lange Rosenhandschuhe aus Leder. Ihr werdet es so viel leichter haben und seid nicht komplett zerkratzt an den Armen wie ich desöfteren.
Wundervolle lange Rosenhandschuhe gibt es im Gartencenter oder auch online, z.B. finde ich diese gut geeignet:  Unisex-Rosenhandschuhe von isilia, Damen-Rosenhandschuhe von Intrafit oder Slarmor Gartenhandschuhe für Damen und Herren. Größe 8 oder M passt meistens für Damen recht gut.

Welcher Dünger für den Garten?

An erster Stelle ist natürlich das Einarbeiten von eigenem Kompost das Mittel der Wahl. Jedoch benötigen manche Pflanzen soviele Nährstoffe, dass man um einen Dünger nicht herumkommt.

Beim Dünger würde ich einen Bio-Dünger bevorzugen, es gibt zudem auch gute mineralische Dünger.
Hier bieten sich z.B. folgende Dünger für die Rosen an, Compo Bio Rosen Langzeitdünger mit Schafwolle oder BioVegetal Rosendünger mit Guano in Ton-Humus-Komplex . Für alle Blütensträucher, ebenso wie die Rosen gibt es z.B. Schnitger`s Naturdünger in Bio-Qualität .

Hortensien schneiden

Meine Hortensien schneide ich am liebesten im Frühjahr. Ich finde die hübsche eingetrockneten Blütenbälle einfach zauberhaft und lasse sie gerne über den Winter stehen.
Im Frühjahr dann, wenn die Blattknospen zu schwellen anfangen, werden die Pflanzen geschnitten.

Damit ihr die Hortensien richtig schneidet, müsst ihr prüfen, wo ihr das vergangene Jahr geschnitten habt. Ich schneide dann gerne eine Blattknospe weiter oben. Einfach gerade abschneiden. That’s it!
Dieser Schnitt funktioniert allerdings nur bei den Hortensiensorten, die am diesjährigen Holz blühen. Das bedeutet, sie treiben komplette Äste neu aus, bilden ihre Blütenknospen und blühen an diesen Ästen noch im selben Jahr.
Zu diesen Sorten gehören nur diese zwei Arten: Schneeballhortensie (Hydrangea arborescens) und die Rispenhortensie (Hydrangea paniculata), jeweils inklusive aller Sorten.
Die beliebte Sorte “Limelight” ist zum Beispiel ein Vertreter dieser Schnittsorte.

Alternativ könnt ihr diese Hortensien auch wie klassische Sommerblüher schneiden und bereits im Spätherbst (oder eben im Frühjahr) einfach alle Triebe, die in der vergangenen Saison entstanden sind, auf kurze Stummel mit je einem – oder zwei, wenn bei euch der Winter oft sehr kalt wird,-  Augenpaare stutzen. In der kommenden Saison treiben diese verbliebenen Augen kräftig aus und es entstehen lange neue Triebe mit großen endständigen Blüten.

Habt ihr jedoch Hortensien, die am letztjährigen Holz blühen, dürft ihr die Zweige nicht zurückschneiden, sondern nur die verwelkten Blütenbälle abschneiden. Denn diese Schnittgruppe legt ihre Blütenknospen bereits im Vorjahr an und würde nicht blühen, wenn ihr sie stärker zurückschneidet.
Zu dieser Schnittgruppe gehören sehr viele Sorten, nämlich alle Sorten der Bauern-Hortensie (Hydrangea macrophylla) und der Teller-Hortensie (Hydrangea serrata) ebenso die Kletterhortensie (Hydrangea petiolaris), die Samt-Hortensie (Hydrangea sargentiana), die Eichenblatt-Hortensie (Hydrangea quercifolia) und die Riesenblatt-Hortensie (Hydrangea aspera ‘Macrophylla’).

Es gibt noch zwei Ausnahmen: die blaue ‘Endless Summer’ und die weiße ‘The Bride’. Diese zwei Sorten gehören zwar zu den Bauernhortensien, jedoch treiben auch kräftig zurückgeschnittene Blütenzweige aus dem Vorjahr wieder aus und tragen im Gegensatz zu den normalen Bauern-Hortensien noch im selben Jahr Blüten.

Wenn ihr unsicher seid, zu welcher Schnittgruppe eure Hortensien gehören, dann könnt ihr im Herst nachsehen, ob irgendwelche Knospen an der Triebspitzen sind. Wenn ihr vorsichtig eine davon öffnet und dann bereits die Blütenspitzen erkennen könnt, dann handelt es sich um eine Hortensie, die am letztjährigen Holz blüht. Diese dürft ihr im Frühjahr nur auslichten.

Bei allen Hortensiensorten solltet ihr im Frühjahr zudem noch die extrem schwachen und dünnen Zweige entfernen. Ein wenig Langzeitdünger drumherum. Fertig!

 

 

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